Stiller Has

Das neue Album «Endosaurusrex» seit dem 24. Februar 2017 erhältlich

Steigt am 8. März in der Schweizer Hitparade auf Platz 1 ein !

 

CDendosaurusrex

01 Hung
02 Zwärg
03 Endosaurusrex
04 Flieder
05 Spoken Word
06 Witwe
07 Julia
08 Fischelet
09 Härz-Ass
10 lee von Cleef
11 Phönix
12 So vergeht die Zeit

 

 

 

 

 

 

CD Alterswild

20. März 2015
Sound Service

CDalterswild
  • 01 Buechdruck
  • 02 St. Veit
  • 03 Märli
  • 04 Chätschgummi
  • 05 Böses Alter
  • 06 So verdorbe
  • 07 Chlyne Tod
  • 08 Toti Sigarette
  • 09 D'Helfti
  • 10 Guarda che Luna
  • 11 Chlyni Wält
  • 12 Walliselle
  • 13 Medley (Moudi, Gruusig, Znüni näh)

 

 Musiker: Endo Anaconda: Gesang

Salome Buser: Bass, Orgel
Markus Fürst: Schlagzeug
Schifer Schafer: Gitarre, Keyboards
Aufnahmen: Live am Gurtenfestival 2014
Live-Mix: Beat Leu
Studio-Mix: Benni Stoll
Mastering: Oliver Bösch
Fotos: Michael Schär

Texte: Endo Anaconda
Musik: Schifer Schafer, ausser «Toti Sigarette» (Handsome Hank/Schafer/Anaconda)
«Guarda che luna» (Malgoni Gualtiero), «Medley» (Nill/Schafer/Anaconda)

Produktion: © 2014 Schweizer Radio und Fernsehen
mit freundlicher Genehmigung
Produzent: Tom Schmidt
Sound: Stefan Uiting

„Alterswild“
„Samichlöise“ gibt es massenhaft, den Osterhasen nur gerüchteweise. „Stiller Has“ gibt es seit 25 Jahren. Von vielen unserer Fans existierte zu dieser Zeit noch nicht einmal ein Ultraschallbild. Polarisiert hat diese Band von Anfang an, seit ich das mythische Langohr zusammen  mit Balts Nill 1989 als verspätetes DADA-Schlangenei in die heimische Kulturmagerwiese setzte. Das Nagetier, welches dem Ei entschlüpfte, erwies sich als äusserst langlebig und zäh. Im Laufe der Zeit hat es mehrmals seine Erscheinungsform gewechselt, um seinen Verfolgern zu entwischen. Eine ganze Reihe von Musikern haben seither geholfen, die musikalische Hasengeschichte weiterzuschreiben. Sie haben in unserem Hasenrepertoire ihre Spuren hinterlassen. Danke Hasenbande.

Seit 7 Jahren sind wir jetzt zu viert in der gleichen Besetzung unterwegs. Mit dem Althasenmeister Schifer Schafer an der Gitarre, unserem Klopfer Markus Fürst an den Trommeln, unserer Juniorchefin Salome Buser am Bass und meiner Wenigkeit. In dieser Zeit haben wir gemeinsam hunderte Konzerte gegeben und 3 von insgesamt 14 Alben zusammen eingespielt. Mit Kapellmeister Schifer Schafer, der bereits bei unserem Erstling „Stiller Has“ prägend mitwirkte, sind es sogar deren 9. Um dieses Ding durchzuziehen, muss man das was man macht, gerne tun. Dass wir dabei immer nur unser Bestes geben, gebietet uns der Hasenkodex, das hat etwas mit Liebe zu tun. Egal ob das Publikum 40 oder 40‘000 Langohren zählt, denn „Stiller Has“ lebt erst durch sein Publikum. Livemusik ist ein flüchtiges Element. Ist der letzte Ton verklungen, existiert sie nur noch in den Erinnerungen und Gefühlen der Zuhörer oder als Momentaufnahme in Form eines Tonträgers. So wie es nur einen „Stillen Has“ gibt, so gibt es auch nur ein bestes Konzert. Welches von den unzähligen Gigs die wir schon gegeben haben dies sein könnte, darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein. Unser Auftritt am Gurtenfestival 2014 erschien uns jedoch authentisch und würdig genug, um das Ereignis anlässlich des 25 Jahre Stiller Has Jubiläums als Live-Album zu veröffentlichen. Alterswild, Hasenpfote drauf!
Endo Anaconda

„Alterswild“             25 Jahre „Stiller Has“ und Live CD

„Samichlöise“ gibt es massenhaft, den Osterhasen nur gerüchteweise. „Stiller Has“ gibt es seit 25 Jahren. Von vielen unserer Fans existierte zu dieser Zeit noch nicht einmal ein Ultraschallbild. Polarisiert hat diese Band von Anfang an, seit ich das mythische Langohr zusammen  mit Balts Nill 1989 als verspätetes DADA-Schlangenei in die heimische Kulturmagerwiese setzte. Das Nagetier, welches dem Ei entschlüpfte, erwies sich als äusserst langlebig und zäh. Im Laufe der Zeit hat es mehrmals seine Erscheinungsform gewechselt, um seinen Verfolgern zu entwischen. Eine ganze Reihe von Musikern haben seither geholfen, die musikalische Hasengeschichte weiterzuschreiben. Sie haben in unserem Hasenrepertoire ihre Spuren hinterlassen. Danke Hasenbande.
Seit 7 Jahren sind wir jetzt zu viert in der gleichen Besetzung unterwegs. Mit dem Althasenmeister Schifer Schafer an der Gitarre, unserem Klopfer Markus Fürst an den Trommeln, unserer Juniorchefin Salome Buser am Bass und meiner Wenigkeit. In dieser Zeit haben wir gemeinsam hunderte Konzerte gegeben und 3 von insgesamt 14 Alben zusammen eingespielt. Mit Kapellmeister Schifer Schafer, der bereits bei unserem Erstling „Stiller Has“ prägend mitwirkte, sind es sogar deren 9. Um dieses Ding durchzuziehen, muss man das was man macht, gerne tun. Dass wir dabei immer nur unser Bestes geben, gebietet uns der Hasenkodex, das hat etwas mit Liebe zu tun. Egal ob das Publikum 40 oder 40‘000 Langohren zählt, denn „Stiller Has“ lebt erst durch sein Publikum. Livemusik ist ein flüchtiges Element. Ist der letzte Ton verklungen, existiert sie nur noch in den Erinnerungen und Gefühlen der Zuhörer oder als Momentaufnahme in Form eines Tonträgers. So wie es nur einen „Stillen Has“ gibt, so gibt es auch nur ein bestes Konzert. Welches von den unzähligen Gigs die wir schon gegeben haben dies sein könnte, darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein. Unser Auftritt am Gurtenfestival 2014 erschien uns jedoch authentisch und würdig genug, um das Ereignis anlässlich des 25 Jahre Stiller Has Jubiläums als Live-Album zu veröffentlichen. Alterswild, Hasenpfote drauf!

Endo Anaconda

CD Böses Alter

22. März 2013
Sound Service

CDboeses-alter
 
Produktion:

Schifer Schafer, Oliver Bösch
Musiker:
Endo Anaconda: Gesang, Texte
Salome Buser: Bass, Casio
Markus Fürst: Schlagzeug
Schifer Schafer: Gitarre, Keyboards
Herzlichen Dank fürs Mitsingen an Olivia, Mascha, Ena, Joana, Malou, Sophie, Selina, Joy, Anina und Uma

 

Aufnahmen: Sommer und Herbst 2012, Tonmeister: Oliver Bösch
Mastering: Oliver Bösch
Bandfoto: Michael Schär
Grafik: Pedä Siegrist
Übersetzungen ins Deutsche: Balts Nill

LINERNOTES

Als unsere Karriere bzw. unser Karren (ein alter Peugeot 104, braun) zu rollen anfing,
da befanden wir bereits deutlich jenseits der kritischen Grenze von dreissig Lebensjahren.
Live fast, die young, für diesen RockenRoll-Lebensentwurf waren wir also
definitiv zu alt. Und so kutschierten wir mit 110 km/h über die N1 (so hiess damals
die A1) und fassten als Karrierehöhepunkt das AHV-Alter ins Auge. Einmal bei der
Rückfahrt in der Nacht verlor der Peugeot den Auspuff. Vor der Haustür hupfte er
kurz auf, gab ein Räuchlein von sich und verschied.

Daraufhin glaubte ich in einer Vision die Zukunft des RockenRoll zu sehen:

Irgend einmal rollte die letzte Rockband mit ihrem Sattelschlepper über die Autobahn.
«Wo spielen wir heute Abend?» fragte der Schlagzeuger. Als Antwort vernahm er nur das
Zischen aus den drei Kopfhörern seiner Mitmusiker Der taube Fahrer schaute angestrengt
auf die Strasse. Sie ging geradeaus, wie seit Jahren schon. Irgend einmal würde dann die
Stadt kommen.
Ein Schlingern, ein Rumpeln, und der Sattelschlepper rollte auf dem Pannenstreifen aus.
Die letzte Luft entwich dem rechten Vorderrad, und wäre jemand zur Stelle gewesen, er
hätte das Mundharmonikariff von «On the road again» gehört.
Irgendwo in einer Stadt stand ein einziger Mensch mit seinem Ticket, das er vom Lokalradio
bekommen hatte, vor der verschlossenen Tür einer Mehrzweckhalle.

Endos Vision war ein ganz andere. Trotzig hatte er am Rockenroll- Märchen festgehalten,
und als ihm nun eine Fee eine Extraportion jugendlichen Übermut nachreichte,
da griff er herzhaft zu.

mit dem alter wird man milder
aber i werd immer wilder
i bin e wilde has
u ha ne wilde hasespass
im hasegras

Ich liess mich anstecken und schlug dazu den Takt auf Blech, Fell und Saiten.

Nicht mit einem Sattelschlepper, aber mit einem VW Passat fuhren wir der Aaare
entlang und verteilten unseren RabbitRoll im Mittelland, manchmal auch darüber
hinaus.

Bevor sich Endo mit verschwitztem Hemd auf ein durchgescheuertes Garderobesofa
warf, rief er jeweils ins Publikum: «Geniesst die Jugend. Das Alter dauert viel länger».
Stimmt, auch wenn alle Anti-Aging-Programme das Gegenteil behaupten.

Wenn der Blick immer öfter am Rückspiegel hängenbleibt, ist das ein untrügliches Zeichen
fürs Älterwerden.
So vergeht die Zeit. Dieses Lied lief von Anfang an schon neben dem Wilden Has her.
Es beschreibt ein Wiedersehen nach zehn Jahren:
Gut schaust aus, abisserl abgekämpft vielleicht,
aber immer noch ziemlich attraktiv ...

Und jetzt, im einst unvorstellbar weit entfernten Jahr 2013, Chätschgummi. Auch
hier ein Wiedersehen. Nur rollt das Lied jetzt weit ins letzte Jahrhundert zurück – bis
hin zum ersten geraubten Kuss. 45 Jahre später ist der Geschmack immer noch im
Mund. Ja, liebe Kinder: Wenn man den Kaugummi über Nacht an die Bettkannte klebt,
dann ist er am nächsten Morgen wieder ziemlich süss. Das wusste man damals noch.
Damals, als der RockenRoll erfunden wurde.

Balts Nill


Balts Nill, Mitbegründer von Stiller Has (1989 – 2005) und
alter Weggefährte von Endo und Schifer.

CD so verdorbe

23. Oktober 2009
Sound Service

CDso-verdorbe
 

 

Produktion: Schifer Schafer, Beni Stoll
Musiker: Endo Anaconda: Gesang, Texte; Salome Buser: Bass, Orgel;
Markus Fürst: Schlagzeug; Schifer Schafer: Gitarre, Orgel, Banjo, Wurlitzer
Aufnahmen: Juli/August 2009, Tonmeister: Beni Stoll
Mastering: Glenn Miller
Bandfoto: Dominik Adam
Grafik: Pedä Siegrist
Hochdeutsche Verständnishilfe: Endo Anaconda
König: Feat. Kutti MC, Text: Endo Andaconda, Kutti MC, Musik: Schifer Schafer

CD 20 Goldige Hasensongs

3. November 2007
Sound Service

CD 20 goldige hasensongs
  • 01 Aare
  • 02 Pirat
  • 03 Znüni näh
  • 04 Walliselle
  • 05 Moudi
  • 06 Trüebi Fyge
  • 07 Fäderliecht
  • 08 Elvira
  • 09 Hündeler
  • 10 Summer
  • 11 Gruusig
  • 12 Furt
  • 13 Chicken
  • 14 Fisch
  • 15 Schätzeli
  • 16 Tschäggeti Chüe
  • 17 Süde
  • 18 So long Hasi
  • 19 Vatter la mi la gah
  • 20 Wilde Has

 

Liner notes
Eigentlich wollte ich ja Pirat werden. Wer weiss in welchen Hafenspelunken ich heute
herumdümpeln würde, hätte ich nicht in den wilden Achtzigern Balts Nill kennengelernt,
mit dem ich in späterer Folge, nach einigen gemeinsamen, ebenso kuriosen wie kurzlebigen Untergrundprojekten, den «Stillen Has» in die Welt setzte. Dieses seltsam groovende Nagetier. Unsere ersten Auftritte waren eine art Zweipersonentumult. Eine wilde Mischung aus Getrommel, Poesie, Sprechgesang und einigen Songs, welche Balts Nill lediglich mit einem Fussdrums und einer Ukulele begleitete. Das aber in einem Wahnsinnstempo. So richtig ernstgenommen hatte uns damals wahrscheinlich niemand. Der ganze Irrsinn fand seinen Ausdruck in der ersten «Stiller Has» Kassette. Wir verkauften mit der Zeit über 4000 Stück davon. Die Covers schnitt ich eigenhändig mit der Schere aus, die Kassetten kopierte ich auf meiner altersschwachen Stereoanlage. Mittlerweile gibt es dieses Werk auf CD. Auf die erste Kassette folgten regelmässig weitere CDs (s. Discografie). Einige der Lieder auf dieser goldigen Auswahl sind zu echten Volksliedern geworden. Andere reflektieren, manchmal unfreiwillig komisch, die gesellschaftlichen und politischen Umstände zur Zeit ihrer Entstehung. Im Umfeld der AJZ-Bewegung lernte ich ausserdem Schifer Schafer kennen, das heutige linke Ohr des Hasen, und auch all die anderen Leute, mit denen ich in weiterer Folge zwei Jahrzehnte lang unter dem Banner Meister Lampes die Magerkulturwiesen des deutschen Sprachraumes beäsen und düngen sollte: David Gattiker, Mich Gerber, Frank Gerber, Lukas Machata, Marco Maria, Chrigel Rechsteiner, Sam Jungen, Martin Silvferberg und noch einige mehr. Ihnen allen gebührt grosser Hasendank, weil sie mich ausgehalten haben. Mittlerweile sind wir alte Hasen und der «Stille Has» ist ein Twen geworden. Das ursprüngliche Klopferduo hat sich nach dem Abschied von Balts Nill zur Hasencombo gewandelt und ein Ende ist von unserer Seite her nicht geplant. Das Trommeln, Rammeln, Mümmeln und Hakenschlagen liegt uns halt im Blut.
Endo Anaconda, 3. November 2007

CD Walliselle

14. Oktober 2000
Sound Service 161000-2

CD walliselle

 

  • 02 Chicken (Anaconda / Nill)
  • 07 Troum (Anaconda / Nill)
  • 08 Schlächt (Anaconda / Nill / Schafer)
  • 11 Was isch? (Anaconda / Nill / Schafer)

 

 

 

 

 

 

 

Produktion: Stiller Has und Adriano Tosetto

Musiker: Endo Anaconda (Stimme), Balts Nill (Schlagzeug, Gitarre, Banjo, Keyboards, usw.), Schifer Schafer (Gitarre, Ukulele, Banjo, Bass, Hammond-Orgel, Keyboards; A 05 Schlagzeug)
Aufnahme: 13., 14., 27., 28. August 2000 Bern, Restaurant zur Alten Post ; 1.-10. September 2000 Bern, Backyard Studio. - Tonmeister: Adriano Tosetto
Abmischung: Bern, Audio works - Adriano Tosetto
Mastering: Bern, Audio works - Adriano Tosetto
Cover: Hans Stalder
Gestaltung: Marco Schibig, Franziska Schott
Foto: Edouard Rieben
Dank: Herzlichen Dank an: Mischka Wettstein fürs Studio, Ristorante Abruzzese, Restaurant Zur Alten Post und Andrea Meyer für die Gastfreundschaft, Michael Kuhn für die Website, G. F. Hendl, Ch. W. Gluck für die Inspiration, und Selma, Leo, Julia, Nina, Max, Sandra, Jana, Manfred, Judith, Urban, Ruth und allen anderen für alles.

Liner notes
Has / Blaue Periode

von Urban Gwerder

Has häutet sich
und blaut
periment ist ex
Has rundet sich
ins blaue Wunder
sind Blueskinder
kämpfen sich
durchs Niemandsland
von Val Isel
auf den Schaumkronen
der Wellenlängen
tanz Has den Blues
sucht Wal
in Wallisellen oh
Tournéeschwierigkeiten
das ist der blaue
Lehm
den Hasi formen muss
und knetet
damit Magie
den blauen Horizont
erweitert
wir blinzeln
mit den Ohren
und aufscheint
ein Traum
von Liebe
Loslassen
und Geh weiter
ein Kellerton
aus weichen und harten
Saiten
wir werden eingebluest
ins Anderswo
und überall
daheim
es war einmal
und Jetzt ist jetzt
auf der Bühne
die Rückkehr von Uipah!
ungebrochen
aber obacht
i hole di o

Hitparade:
Am 29. Oktober 2000 stieg das Album neu auf Platz 15 der Schweizer Album Top 100 ein und konnte sich insgesamt 13 Wochen in der Hitparade halten.

CD Stiller Has

13. Oktober 2001
Sound Service 131001-2

CD stiller has
  • 01 Die Altstadt (Anaconda / Nill)
  • 02 Temporär (Anaconda / Nill)
  • 03 Schätzeli Du (Anaconda / D. Gattiker)
  • 04 Zwöi feissi Meitli (Anaconda / Nill)
  • 05 Komm' in den Frühling (Anaconda / Nill)
  • 06 Mondmatros (Anaconda / Nill)
  • 07 Stiller Has (Anaconda / Nill)
  • 08 Vater la mi (Anaconda / Nill)
  • 09 Der Neue (Anaconda / Nill
  • 10 Wilde Has (Greenan / O'Keefe / Owens; Dt: Anaconda)

 

 

Anmerkung:
Diese Lieder wurden 1989 erstmals als Musikkassette veröffentlicht und bis etwa ins Jahr 2000 ausschliesslich an Stiller Has-Konzerten verkauft.

Produktion: Stiller Has.
Musiker: Endo Anaconda (Stimme, Tapes), Balts Nill (Stöcke, Besen, Saiten, Stimme), Christian "Chrigu" Rechsteiner (Violine A 08-09; Kontrabass A 02-04, 09), Schifer Schafer (Gitarre A 02-03, 10; Harmonium A 09; Ukulele A 10).
Aufnahme: 18.-21.07.1989 Bern, Eurotop-Studio. - Tonmeister: Stefan Moser.
CD-Mastering: Adriano Tosetto.
Cover: Hans Stalder.
Gestaltung: Franziska Schott, Marco Schibig.
Fotos: Eduard Rieben

Liner notes:
"Mag keine alten Platten hören..."

von Balts Nill

Dies ist ein Stück Bandgeschichte. Denn diese Musik existierte zwölf Jahre lang nur auf Band. Die Has-Kassette war immer ein begehrter Artikel. Es soll Leute geben, die ihre ausgeleierten Bändli vier oder fünf Mal ersetzt haben. Doch nun scheinen die Tage der MC gezählt. In naher Zukunft wird das Einlegen von Musikkassetten ein so exotisches Freizeitvergnügen sein wie das Einfädeln von Super-8-Filmen.
Darum haben wir uns entschlossen, dieses Dokument auf CD zu brennen, noch bevor ein defekter Kassettenrekorder die allerletzte Has-Kassette verschlingt. Wer es gern originalgetreu hat, der verwende diese CD als Backup und mache davon eine Kopie auf Kassette. Wer zudem wissen will, warum diese Musik im Jahre 1989 nicht in Rillen gepresst wurde, der führe folgendes Experiment durch: Einen möglichst miesen Kassettenrekorder hervorholen, bei dem nur ein Kanal funktioniert, die Bässe aufdrehen und die Höhen hinunterdrehen. Das ergibt ungefähr das Klangbild, nach welchem ein Berner Verlag (nennen wir ihn XY) die erste Hasenkassette beurteilte und mit dem Kommentar zurückgab: "Und wann macht ihr eine Studioaufnahme?"
Dies ist ein Stück Bandgeschichte. Stiller Has entstand, weil das Duo gleichzeitig die kleinstmögliche Rockband und die grösstmögliche Form der Solodarbietung ist. Seit dem 1. Mai '89 hatten wir zu zweit ein halbes Dutzend Konzerte gegeben. Im Juli mieteten wir für vier Tage das ehemalige Eurotop-Studio an der Berner Stadtbachstrasse. Die Stücke, die wir einspielen wollten, existierten zum Teil nur als Fragmente. Zeit, mit unseren Gastmusikern Schifer Schafer (Gitarre) und Chrigu Rechsteiner (Violine) zu proben, fanden wir immer dann, wenn unser Tonmeister Christian Moser das Band zurückspulte oder ein Kabel suchte.
So haben wir an vier heissen Julitagen elf Nummern eingespielt. Hans Stalder hat einen wunderschönen Hasenfiesling gezeichnet. Mit Lineal und Japanmesser haben wir die Kassettenhüllen gefalzt und geschnitten.
Der Rest ist Bandgeschichte.

CD Stelzen

12. Oktober 2002
Sound Service 121002-2

CD stelzen
 

 

 

Produktion: Adriano Tosetto
Musiker: Endo Anaconda (Stimme), Mich Gerber (Kontrabass), Balts Nill (Schlagzeug, Gitarre, Keyboard), Schifer Schafer (Gitarre, Keyboard)
Aufnahme: August 2001, Februar 2002, Juli 2002 Ostermundigen, Backyard Studio. - Adriano Tosetto
Abmischung: Bern, Audioworks. - Adriano Tosetto
Mastering: Bern, Audioworks. - Adriano Tosetto
Coverillustration: Hans Stalder
Gestaltung: Nicholas Ditzler (Kein und aber)
Fotos: Dominik Adam, Francesca Pfeffer, Eduard Rieben
Liner notes: Die men group von Albert Kuhn
Dank: Ein herzliches Dankeschön an: Eugen Bänziger, Manfred und Jana Piller, Michael Kuhn, Hans Däppen, Urban Gwerder, Albert Kuhn, Judith Schwaller, Leo, Selma, Julia, Max, Nina, Dr. Kratzky, Kuno Lauener, die alte Garde von Radio DRS, Georg Kreisler, H. C. Artmann


Auslandvertrieb: Kein und aber

Bestellnummer für den Buchhandel: ISBN 3-036914013

Liner notes
Die men group

von Albert Kuhn

Montag, Dienstag, Mitttwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag. Alles Betrug, alles ein Schmarren.

Nun aber ist Sonntag geworden, Zeit für den Kirchgang. In einem Berner Gotteshaus sitzt ein junger Mann namens Herr Wenig. In der dünnen Studentenjacke zwei Schlagzeugstöcke und ein Tuschfederhalter, sein ganzer Reichtum. Der Pfarrer predigt milde vor sich hin, Herr Wenig wird nervös, trommelt mit den Fingern auf die Kirchbank, traut sich aber nicht, die Stöcke hervorzunehmen von wegen zu laut. Was ihm auch wieder stinkt, denn eigentlich wäre es seine Pflicht, Lärm zu machen, so als Schlagzeuger! Da sitzt er also ungläubig im Mittelschiff und kann an nichts anderes als an Folgendes denken: Mir ist schlecht, ich weiss weder ein noch aus, mir kommen die Rhythmen abhanden, denn nie mehr wird Musik so sein, wie ich sie aus meinem selbstersparten Taschenradio hörte, als ich elf und die Beatles noch Buben waren. Und auch diese Predigt ist heute wieder ein Schmarren, ja, lieber ein Tuschstrich werden und sich mit einem weiteren Tuschstrich aufhängen, dies vorzugsweise neben einem Flipperkasten mit vollbusiger Hinterglasmalerei und einem abgegriffenen Fränklerschlitz. Gott, bitte zeig mir den Weg zum Nichts!
Was Wenig nicht weiss: In einem Zoo in Wien ist gleichzeitig eine Schlange abgehauen, eine Anaconda, weil: Ihr ist der Kommunistenfrass und die Betreuung und das ganze Angestarrtwerden zu fad geworden - und immer dem Rand entlang, stundenlang dem Rand entlang! Sie entschlüpft dünn und schlapp und - Go West, young man! - frisst sich Richtung Amerika durch, la recherche du temps perdu, auf der Suche nach dem eigenen Schwanz. Teufel, schnaubt das Reptil, gib mir Proviant und zwar reichlich oder ich werde Christ!
Unterdessen zieht Herr Wenig, sichtlich abgemagert, schon mal einen Strick aus Tusche auf das A4-Blatt, welches unter den oben genannten Habseligkeiten vergessen wurde. Dabei fotografiert ihn ein Tourist auf koreanisch.
Meanwhile hat die Anaconda von der Donau bis Liechtenstein alle herumliegenden Schicksale vertilgt, ist in Bern eingetroffen (einer Stadt mit einem Chefdesigner, der Ecken abrundet) und macht im berchtigten Restaurant Pyrenées einen Halt als Kellner namens Herr Viel. Dort bediente er auch Herrn Wenig.
Aus Zufall, Nachlässigkeit und schierer Verzweiflung gründen Wenig und Viel eine Big Band namens RAF und SAC und schliesslich eine Men Group namens Stiller Has. Ihr Ziel: Aus Wenig mach nichts, aus Viel mach alles, beides im Reagenzglas zusammenführen und zum Knall bringen. Super, eine Explosion, ruft Wenig. Äh bah, eine Implosion! knurrt Viel. Aus dem Streit entsteht ein Song mit der Zeile "Das hueren All isch überall" - eine gewaltige Predigt endlich, die die Musik unter sich erdrückt. Der Musik ist das recht, denn wie Rock tönen soll, weiss ja eh jeder, braucht man ja nur die Stichworte und Eckdaten zu liefern. Und so geht Stiller Has lauter ab als AC/DC, ein psychoakustisches Phänomen, das in genau dieser Sekunde fertig erforscht wurde.
Montag, Dienstag, Mittwoch und so weiter. Herr Wenig spricht: Wer Viel aushält, wird reich belohnt. Herr Viel sagt: Was ich machen würde, wenn Wenig entführt würde? Schulden.

PS. Aber Gott der Einfältige war's nicht zufrieden. Er kann sich Perfektion nicht anders als dreifaltig vorstellen, denn zwei Personen können keinen Kreis bilden, drei aber wohl. Und deshalb liess er Wenig und Viel etwas Drittes zulaufen, miau, das musste nicht mal an der Türe kratzen, die ging von selbst auf, und es war auch keine Katze, sondern ein schlaues Schaf namens Oh-wie-gut-dass-niemand-weiss-dass-ich-Schifer-Schafer-heiss. Das fällt nun mit Schrummeln und Rasseln den Raum zwischen Stiller und Has überall dort, wo die Bühne breiter ist als hundert Meter und die Gage höher als eine Million. Also meistens. Und der Herr sah, dass nun gut war. Amen.

Hitparade:
Am 20. Oktober 2002 steigt das Album neu auf Platz 89 der Schweizer Album Top 100 ein und befindet sich in der zweiten Woche bereits auf Platz 5, knapp hinter Elvis (Platz 1) und den Rolling Stones (Platz 2).

CD Poulet Tour live

10. April 2004
Sound Service 100404-2
ISBN 3-908250-78-1

CD poulet tour
  • 01 Intercity (Stiller Has)
  • 02 Hüt chunnt sie hei (Stiller Has)
  • 03 St. Veit (Stiller Has)
  • 04 Schweinderl (Stiller Has)
  • 05 Walliselle (Stiller Has)
  • 06 Hündeler (Gattiker / Stiller Has)
  • 07 Blaue Mäntig (Stiller Has)
  • 08 Tequila Halleluja (Gerber / Stiller Has)
  • 09 Znüni näh (Stiller Has)
  • 10 I bi nid i (Stiller Has)
  • 11 Chicken (Stiller Has)
  • 12 Innsbruck (Stiller Has)

 

 

Track 13 ist eine Bearbeitung von Nick Hobbs aus dem Jahre 1994
Musiker: Endo Anaconda (Stimme, Texte), Balts Nill (Felle, Saiten, Tasten u.a.), Schifer Schafer (Gitarre, Banjo, Tasten)
Aufnahmen, Mix, Mastering: Adriano Tosetto (Audio Works)
Fotos: Dominik Adam
Grafik: Düde Dürst
Dank an: Dominik und Colette Adam, Pesche und die Mühle-Crew, Witwe Bolte, Ortsverein Finsterhennen, Judith Schwaller und viele andere
Konzertmitschnitte: 25.10.03 Mehrzweckhalle Mettmenstetten (1,6), 21.12.03 Mühle Hunziken (2,3,5,7,8,10,11,12), 2.11.03 sphères Zürich (4), 27.11.03 Pfarreizentrum Brig (9)

Liner notes
Immer wieder die Frage: Sind eure Lieder politisch?

von Balts Nill

Da gibt es diesen Song "chicken" (zu finden auf "Walliselle"). In ihm werden Hühner mit LSD gefüttert und dann freigelasssen."hüener flüge bis zum mars/u chöme nie meh hei/sie pluschtere sech uuf/wäg jedem gleiten ei" usw. Blödsinn halt, der etwa so hoch zielt, wie Hühner zu fliegen imstande sind.

Wohin sich ein Song entwickelt, nachdem man ihn in die Welt entlassen hat, das lässt sich etwa so schlecht vorausberechnen wie die letzte Flugbahn eines geköpften Huhns. Hühner gelten im allgemeinen als dumm. Doch vielleicht entfalten sie ihre wahre Intelligenz erst im kopflosen Zustand. Könnte ja sein, dass sie ihr geistiges Auge dort haben, wo bei andern nur Dreck herauskommt

Da gibt es auch noch dieses Huhn im Tiefkühlfach, dessen Datum längst abgelaufen ist. So, wie es jetzt aussieht, rundum vereist, wirkt es schon richtig vergeistigt. Kühl beratend stand es uns auf der Tournee bei. Es hat uns geholfen die Weit gewissermassen mit Hühneraugen zu betrachten.

"hüener am bode/ u hüener i der luft". Überall plötzlich Hühner. An jedem Dorfeingang das SVP- Wahlplakat mit dem gerupften Huhn. George Bushs Plastic-Truthahn, mit dem er am Thanksgiving-Day seine Boys im Irak beglückte. Safer Poulet in Zeiten der Geflügelpest. Millionen von Hühnchen lebendigen Leibes in Plastik verpackt und unter die Erde geschaufelt. Kräht irgendwo ein Hahn nach ihnen?

" wär weiss wo gott deheimen isch/im huen oder im ei". Ja, das sind poulitische Lieder.

CD Live auf Moudi Tour

5. September 1996
Sound Service 310896-2

CD live auf moudi tour
  • 01 T. Z. (Nill)
  • 02 Früelig (Anaconda / Nill)
  • 03 Mamma het gseit (Anaconda / F. Gerber / M. Gerber / Nill)
  • 04 Moudi (Anaconda / Nill)
  • 05 Löcher (Anaconda / Nill)
  • 06 Aare (Anaconda / F. Gerber / M. Gerber / Nill)
  • 07 Zwöi feissi Meitli (Anaconda / Nill)
  • 08 Zwänzg Jahr (Anaconda / Page / Plant)
  • 09 Wäge dir (Anaconda / Nill)
  • 10 Temporär
  • 11 Summer (Anaconda / Nill)
  • 12 Wilde Has (Greenan / O'Keefe / Owens; Dt: Anaconda

 

 

Idee & Realisation: Christian Röthlisberger
Aufnahme: 4. Mai 1996 Langenthal, Chrämerhuus, "20 Jahre Chrämerhuus". - Daniel Saner
Liveabmischung: Marcel Marti
Mastering: Adriano Tosetto
Musiker: Endo Anaconda (Stimme), Frank Gerber (Gitarren, Mandoline, Ukulele), Mich Gerber (Kontrabass), Balts Nill (Felle, Saiten, Tasten, Mundharmonika, Melodica)
Gestaltung: H. U. G. Langenthal
Fotos: Ruedi Steiner

Anmerkung: Konzertaufnahme anlässlich des 20-Jahre-Jubiläumsfestivitäten am 4. Mai 1996 im Chrämerhuus in Langenthal. Besonderer Dank geht an Christian Röthlisberger, der offenbar die geniale Idee zu dieser Veröffentlichung beisteuerte und auch gleich den Plattentext dazu schrieb. Leider war zumindest Endo Anaconda nach Veröffentlichung plötzlich nicht mehr zufrieden mit dem Album, so dass das Album bereits nach etwa einem Jahr wieder aus dem Handel verschwand.
Endo Anaconda
"Live-Platten sind wie Polaroids. Ich bin unzufrieden damit. Wir wurden dazu überredet." (Luzern heute, 5. März 1998, S. 17)

Liner notes:
Zu dieser Live-Aufnahme

von Christian Röthlisberger

Seit 1979 nehmen wir die Konzerte im Chrämerhuus auf - nicht alle, aber viele. Diese Aufnahmen sind uns lieb und wichtig, auch wenn viele kaum gehört im Archiv auf ihre Zeit warten. Einige wenige aber bleiben über lange Jahre unsere Favoriten, weil das Konzert aussergewöhnlcih gut, die Stimmung schön und die Aufnahme technisch gelungen war, sie sind besser als alles, was offiziell auf dem Markt ist. Die unverfälschten und alles andere als perfekten Aufnahmen leben von ihrer Direktheit, ihren Fehlern, ihren unbändigen Höhenflügen, ihrer Stimmung - sie sind ganz und gar Musik, entstanden durch die Kommunikation zwischen Musiker und Publikum, geschaffen für den Moment und trotzdem ewig gültig.
Ein paar Perlen in diesem mittlerweile ansehnlichen Archiv wären durchaus publikationswürdig gewesen. Einige wenige Versuche, solche Liveaufnahmen zu veröffentlichen, scheiterten am Veto von Musikern, Produzenten oder Verlegern, die ihr Nein völlig unterschiedlich begründeten, etwa mit dem ungeschminkten Sound, den nicht ganz sauber gespielten Nummern, falschen Intonationen, unschönen Phrasierungen und weiteren Eitelkeiten, die im Jahrmarkt der Musikindustrie gang und gäbe sind. Mag auch sein, dass die Zeit heute reifer ist für das Direkte, Einfache und Ungeschönte - im Übrigen wollte ich immer Konzerte organisieren und nicht Tonträger herstellen.
Diese Aufnahme hier war aber wie gemacht zur sofortigen Publikation. Sie wurde während den Festivitäten "20 Jahre Chrämerhuus" realisiert, was für Unkundige insofern von Bedeutung ist, dass es in Langenthal wirklich was zu feiern gab, nämlich den stattlichen Geburtstag eines einzigartigen Kulturzentrums im Schweizerischen Mittelland. Und weil man die runden Geburtstage etwas ausgelassener feiert als die eckigen, zogen wir alle Register zeitgenössischer Unterhaltungskunst: ein schönes Circuszelt, ein gutes Programm auf der Bühne, Herzhaftes aus der Küche und an der Bar, dazu erstklassiges Sound- und Lichtequipment mit den entsprechenden Technikern.
Mit einer Prise Leidenschaft und etwas Glück entstehen dann Abende wie dieser, an denen die Band und das Publikum ganz speziell gut drauf sind und die Techniker erst noch eine glückliche Hand hatten. Es waren dies Marcel Zulauf als System-Engineer, der das PA perfekt eingemessen hatte, Marcel Marti als Live-Mixer, der quasi auf Anhieb und mit nur wenig Korrekturen (es wurde vorher kein Soundcheck gemacht) einen hervorragenden Sound im Zelt kreierte, und Daniel Saner, der einmal mehr mit seinem minimalen High-Tech-Aufnahme-Equipment* anwesend war und dieses fantastische Konzert aufzeichnete - fürs Archiv, wohlverstanden, wie immer.
Dass die "Hasen" , die Techniker und auch der Verleger ihr OK für diese CD ganz spontan und unkompliziert gegeben haben, ist so selbstverständlich nicht. Die Musikindustrie setzt mit ihrem Perfektionismus Massstäbe, über die sich selbst die hartgesottenen Alternativen nur ganz selten hinwegsetzen. Was nicht hundertprozentig perfekt ist, wird dem Publikum vorenthalten, auch wenn dies auf Kosten der künstlerischen Integrität geht. Nur was rein und sauber und mit dem kapitalintensiven Einsatz von Personal und Technik marktgerecht geschönt ist, nur was den oft verkümmerten Hörgewohnheiten des Publikums einigermassen entgegenkommt, nur das "Produkt" findet den Weg in die Gestelle - es ist eine Atmosphäre des akustischen Opportunismus.
Auf dieser CD ist aber auch der durch eine Fehlmanipulation** entstandene Fade Out im Stück "Summer" kein Grund, diese fantastische Version zu kippen. So wie die Musiker zu der einen oder anderen Unzulänglichkeit stehen, tut das auch Daniel Saner als Tontechniker und gibt diese Aufnahme trotz des kleinen Schönheitsfehlers frei. Man bedenke, dass neben den Musikern auch die Tontechniker oft (zu) eitel sind.
Daniel Saner realisiert seine Aufnahmen seit vielen Jahren mit der sogenannten OSS-Technik***. Diese wurde vom Schweizer Tonmeister Jürg Jecklin in den 70er Jahren entwickelt, um Radioorchester klanggetreu aufzunehmen. Sie besteht im Wesentlichen aus dem besonderen Aufbau einer Mikrofonanordnung: Zwei Druckempfängermikrofone, mit einer akustisch gedämpften Scheibe getrennt, werden direkt vor dem Klangereignis positioniert, wobei die grosse Kunst in eben dieser Positionierung besteht. Am richtigen Ort nimmt die sogenannte Jecklinscheibe genau das auf, was auf der Bühne resp. im Raum passiert, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Nachträgliche Korrekturen sind nur noch sehr beschränkt möglich, die Aufnahme bleibt, was sie ist, nämlich eine ungeschönte, direkte und ehrliche.

* Jecklinscheibe, Druckempfänger-Mikrofone AKG CK 22/C460, DAT Sony 77 ES
** Daniel wollte in der Dunkelheit den Peak-Level resetten und drückte statt dessen auf den Fade Out/In-Knopf, was ihm allerdings nur ca. alle fünf Jahre passiert.
*** Optimales Stereo Signal

Hitparade:
Am 29. September 1996 stieg die CD auf Platz 45 in die Top 50 der Schweizer Album-Hitparade ein und erreichte eine Woche später ihre höchste Plazierung, Nummer 38. Irgendwo soll die Platte überdies zum "besten Schweizer Live-Album 1996" gewählt worden sein.

CD Moudi

30. März 1996
Sound Service 300396-2

CD moudi
  • 01 Aare (Anaconda / F. Gerber / M. Gerber / Nill)
  • 02 Summer (Anaconda / Nill)
  • 03 Käthi (Anaconda / Nill)
  • 04 So long Hasi (Anaconda / Nill)
  • 05 Löcher (Anaconda / Nill)
  • 06 Moudi (Anaconda / Nill)
  • 07 Intercity (Anaconda / Nill)
  • 08 Wilde Has (Greenan / O'Keefe / Owens; Dt: Anaconda)
  • 09 Mannli (Anaconda / Nill)
  • 10 Ängle (Anaconda / F. + M. Gerber / Nill)
  • 11 T. Z. (Nill)

 

Produktion: Stiller Has
Aufnahme: 10.-20. Februar 1996 Bern, Backyard Studio - Adriano Tosetto
Abmischung: Adriano Tosetto
Mastering: Adriano Tosetto
Musiker: Endo Anaconda (Stimme), Balts Nill (Felle, Saiten, Tasten, Mundharmonika, Melodica); Beat Anliker (Telefonanruf), Frank Gerber (Gitarren, Mandoline, Ukulele), Mich Gerber (Kontrabass, Pockettrompete)
Zeichnung: Hans Stalder
Gestaltung: Franziska Schott und Marco Schibig
Fotos: Stefan Lohnert (Bühne), Eduard Rieben (Studio)
Dank: Danke an alle, die uns begleitet und unterstützt haben.

Bestellnummer LP (Vinyl): [Sound Service 300396-1]

Liner notes:
Unendliche Geschichte mit langen Ohren

von Urban Gwerder

"Der kleine, schmale Mann hinter der Trommel schaut dem grossen, breiten Mann, der gerade aus der Haut fährt, interessiert zu." (Pressezitat mit Gütesiegel, von Christian Seiler)

Wir schreiben das Jahr VII nach Hasi, das verflixte siebente (7, nach der Kabbala-bala = Sieg), und da wären wir: zwar hat es mehr und grössere Löcher, aber genaugenommen geht die Sonne immer noch ununterbrochen auf, bescheint unter anderem die Weide, den Ohrenschmaus von Rammel, Zibbe und was sonst so die Löffel stellt zum Hören.
Schon so lange gibt es die Kammerrockmusikband STILLER HAS, das Alter Ego Duo mit dem Metaphern-Trapper, Bluespoeten und Stimmperformer ENDO ANACONDA und dem filigranen Kleininstrumente-Multi und lautmalerischen Zen-Komiker BALTS NILL. Zeit, dass sie vom World Wildlife Fund gesponsert würden? - Nein, offenbar so nicht. Dafür haben sie inzwischen allerlei Domestikationsversuche und Ehrungen mit Würde heil überlebt, sind nicht in den Käfig geraten. Unter anderem: "Landjäger", beste Schweizer CD 1994 - Salzburger Stier 1995 - Deutscher Kleinkunstpreis 1995. Sogar die PTT hat nachgezogen (allerdings um sich selber zu bereichern), nachdem Balts in einem älteren INterview auf die Frage, ob Stiller Has postmodern sei, antwortete: "Nein, höchstens B-Postmodern.", indem sie den B-Posttarif erhöhte auf 70 Rappen, deren gewöhnliche Marke einen Hasen darstellt! Ein Grund mehr, auf A-Postel zu verzichten. Auch die NZZ biedert sich an und macht Werbung mit dem Schattenriss eines Hasen und dem Spruch: "Wie der läuft und warum". Ich denke zwar, wir wissen es besser, aber lassen wir das. Sollte dies alles nach Slapstick tönen, so ist es trotzdem wahr.

Und einhellig jubeln, kalauern und jandln die Kulturspalten der Printmedien im Ringsgwandl durch die Achternbüsche, fast schon mit Kopfstimme (aber Achtung: das sind noch nicht Obertöne!). Ich freue mich für Stiller Has - er bleibt integer und intakt im Takt; er ist nicht stiller geworden, nur der Lärmpegel um ihn herum ist angestiegen... Wo weltweit lauter Hass, da braucht's yingyangmässig Stiller Has (ds Münster macht bim bam). Das schafft Freude und Freunde, Freuden mit Freundinnen (bitte schön, weibl. Form, polit. korrekt), und die Stillen Hasen werden Code-artig zitiert im Szenen-Slang von Zürich bis in die Innerschwyz, von Wien über München bis Recklinghausen. So bedeutet z. B. "Täller" nicht mehr "Teller, Platte mit einer Speise darauf", sondern "gruusig / widerlich" - oder Sätze à la "aber Thun het dr Blues", "s' het nämlech Löcher", "verlore wie ne Gagu" usw. werden angewendet in einem nur intuitiv oder wissend erfassbaren neuen Mehrfachsinn. Unlängst hat der junge Heavy-Metal-Musiker Aldo Betschart von "Verwaint" aus dem Muotatal auf einem Markt flanierend das ganze "Geh weida Bua" (CD "Der Wolf ist los") auswendig vorgetragen... Nach einem Auftritt in einem Freizeitzentrum tauchte tatsächlich ein echter Wirrenschaftler auf, der Forschungen über die Entwicklung der Hasenpopulation in Graubünden gemacht hat, mit Tabellen, Kurven, Karten, Hasenfussnoten und allem, ja sogar eine Hasenkonstante "klein h" definierte... Es kommt auch schon mal vor, dass Fans Trophäen ergattern (die von Balts abgelegte Kravatte, oder den Spickzettel mit der Songliste von Endo) ...wiude Has du läbsch gfährlech.
"Endo Anaconda schwingt sich wie ein mächtiger Elefant in den Blues." (Bildlegende mit grünem Punkt, Münchner AZ)
Schlauer Bauer Open Air 1995: Der Regen hatte aufgehört, Stiller Has spielte. Mitten im Set den "All-Has". Die Angst im Publikum war greifbar, wo er immer dünner wird, er könnte ganz im schwarzen Loch verschwinden, alles hielt den Atem an, ein magischer Moment. Dann die Erleichterung und Freude, wie er es schafft zurück auf die Erde. Einer neben mir sagte bewundernd: "Das ist charismatisch!" Hä? Wo nimmst du deine Wärme her, Hasi, wo dir doch nichts heilig ist / oh, Charismhasi, zeig uns die Löcher in deinen Hasenpfoten / reich uns die Charismhasenpfote, den Glücksbringer / Ahamen - Wow! Aber nur keine Angst, es ist ja auch kein Wunder. Schon ein Vorfahre vom All-Has in Francis Jammes' "Hasenroman" träumt im Tod er ist im Hasenhimmel und liegt auf der Wiese neben einer Mohnblume... Und ist es nicht der White Rabbit ("One pill makes you larger and one pill makes you small"), der Alice ins Wunderland führt? Der Hase ist ein mythologisches Tier. Eben. Epen haben eine untergründige Beziehung zueinander, sind Variationen zu immergleichen Themen. Das Ganze wird zu einer unendlichen Geschichte.
Ich denke an all die Kreaturen und Bilder, die Endo geschaffen hat (vom wilden Has über Mondmatros, Wolf, Hene, Elvira, Jüre, Giele, Käthi zu Babette, Mama, Moudi usf.), die alle in Beziehung stehen zueinander und sich zeitweilig verselbständigen (die Geister, die er gerufen hat) - aber auch was er in versteckten bis offenen Andeutungen heraufbeschwört (z. B. den verstorbenen, auf besondere Art unvergesslich starken Chlöisu Friedli durch "es het mal eine gäge Ample aagsunge" im Lied "Gäge d Bärge" auf der CD "Landjäger". Apatsch attack! Endos Lieder sind Dichtung direkt aus dem Leben, saftphilosophisch aus dem Dreck gewachsen mit eigen-artigen starken Bildern, die in der hiesigen Sprachlandschaft einmalig dastehen - und wie farbig sie als Stimme aus ihm herauskommen, wie er das ausmault! Mitunter so wahr, bös, mutig, schön, dass einem das schwarze Lachen im Hals stecken bleiben kann. Oder unerwartet in der Geschichte des Rocksongs steht die Umkehrung da in "Babette" (nur live zu hören). Der Held ist nicht der von der Geliebten Verlassene, sondern dessen Nachfolger. Das ganze Leiden ist trotzdem drin, aber die Freude grösser.
Dazu die Sound-Intarsien von Balts, tonspielerisch strukturierend und illustrierend, oft ein Film für die Ohren. Zu dieser Spielweise mit-angeregt und ermutigt (besonders auf dem Banjo) habe ihn der junge Multiinstrumentalist und Songpoet Claudius Scholer alias Sky Bird (2 CDs bei RecRec). Man muss gesehen haben, wie Balts mit minimalster Bühnenchoreographie und gezielter Kleinstmimik den singenden Geschichtenerzähler und Vulkan Endo begleitet und umrahmt (z. B. im "Moudi" als leibhaftiger Garfield hinter der Pauke sitzt).
Stiller Has bauen an einem sich stetig ändernden Gesamtwerk / Epos, das sie immer wieder neu zusammensetzen und weiterentwickeln. Live können dann spannende bis ulkige Selbstüberrumpelungen passieren, und es hat stets Raum für Instant-Poesie und musikalische Einfälle. Kein Konzert ist wie das andere. Zitat Endo: "Und wenn es euch nicht schon graust, es hat noch falschen Has auf Konserven."
Bodenstation: Du fliegst noch immer da oben herum / aber Du schaffst es, Hasi / musst nur sanft landen im All-Tag / ich habe bis jetzt an die 40 Live-Auftritte miterlebt / u der Säge hört nüm uuf / Bi net Esterhazy, bi net Hazy Osterwald / bin hier nur stiller Hasenkundler... AWopBopaLoobop ALopBamBoom!!

Hitparade:
Am 14. April 1996 plazierte sich die CD auf Anhieb auf Platz 6 der Top 50 der Schweizer Album-Hitparade. Das blieb dann allerdings auch die höchste Plazierung. Bei der Jahresendabrechnung der 1996 der bestverkauften Alben rangierte "Moudi" noch auf Platz 53, bei den Schweizer Platten auf Platz 4. Mit der sphärischen Mini-Oper "All-Has" enthielt die Platte zudem einen weiteren Radiohit.
Die CD hielt sich insgesamt 21 Wochen in den CH-Longplay Charts und wurde inzwischen rund 23'000 mal verkauft.

CD Geisterbahn

25. März 2006
Sound Service 250306-2

CD geisterbahn
 

 

 

Produktion: Stiller Has
Musiker: Endo Anaconda: Gesang, Texte; Samuel Jungen: Kontrabass, Orgel; Schifer Schafer: Gitarre, Orgel, Banjo, Ukulele; Martin Silfverberg: Schlagzeug
Gastmusiker: Andi Hug: Slide Gitarre auf «Sunnebrülle»
Aufnahmen: Studio 2 Worb, Dezember 2005; Backyard Studio Bern, Jänner 2006 durch Tonmeister Adriano Tosetto (Audio Works)
Mix: Ron Kurz (Hardstudios Winterthur)
Master: HARDmastering
Umschlag Illustration: Hans Stalder
Fotografie: Dominik Adam
Gestaltung: Pedä Siegrist
Orthografische Beratung : Balts Nill (Merci, Willy!), Peter Moser
Hochdeutsche Verständnishilfe: Endo Anaconda

CD Landjäger

30. September 1994
Sound Service 394-2

CD landjaeger
  • 01 Gruusig (Anaconda / Nill)
  • 02 Giele (Anaconda / Nill)
  • 03 Hene (Anaconda / Nill)
  • 04 Kolleg (Anaconda / Nill / Schafer)
  • 05 Landjäger (Anaconda / Nill)
  • 06 Wienacht (Anaconda / Nill)
  • 07 Intercity (Anaconda / Nill)
  • 08 Tram
  • 09 Jazz
  • 10 Garbage Lady (Caduta Massi / Nill)
  • 11 Wildschwein (Anaconda / Nill)
  • 12 Du wosch mi nid (Anaconda / Nill)
  • 13 Z fuul (Anaconda / Nill)
  • 14 Gäge d Bärge (Anaconda / Schafer)
  • 15 I schrybe dir es Lied (Anaconda / Nill)

 

 

Produktion und Arrangements: Schifer Schafer und Stiller Has

Aufnahme: 18.-23. März 1994 Basel, Musikwerkstatt - Adriano Tosetto
Musiker: Endo Anaconda (Stimme), Balts Nill (Schlagzeug, Fussdrums, Perkussion, Banjo, Gitarre, Harmonium, Keyboard, Stimme); Werkstattorchester: Christof Bieli (Cello), Salome Buser (Bass, Stimme), Werni Erni (Trompete, Tenorsax), Daniel Gremaud (Posaune, Tuba), Schifer Schafer (Leitung; Gitarre, Perkussion, Banjo, Jazzpiano, Harmonium, Glockenspiel), Hans-Georg Schaub (Tuba, Piccolo), Andi Schneider (Altosax), David Studer (Trompete, Posaune), Martin Brodmann (Baritonsax)
Abmischung: Bern, Grammo Records
Mastering: Adriano Tosetto
Grafik: Hans Stalder
Dank: Mit Unterstützung von Stadt und Kanton Bern. Spezieller Dank an Musikwerkstatt Basel, Christoph Müller und Urban Gwerder.

Liner notes:
Silent rabbitology

von Urban Gwerder

I
Schön, ist mir doch dank be-geisterter Maul-Würfe der STILLE HAS schon früh über den Weg gehoppelt - sowas bringt anarches Glück. Der Has schlägt Haken, hört mit grossen Löffeln, trommelt mit den Läufen, schnuppert am Gras (versprengter Hippie?), kopuliert oft und mit atemberaubender Schnelle ("vögeln" kann man ja bei Hasen schwerlich sagen, eher vielleicht "Bum-Zen"). Ähnlich der Ornithologie, Dylanologie oder Zappalogie ist daher die stille Hasenkunde - grad im Zeitalter von Luft & Lärm - eine höchst lustvolle und inspirierende Frei-in-der-Zeit-Beschäftigung für wache Geister mit offenen Ohren. Bitte sehr: erproben geht über studealen - ein dadalchimistisches Geheimnis welches viele teilen, die von den untergründig gestreuten Live-Auftritten miterlebt haben.
Bei mir sind es inzwischen deren 14 (7x3-D & 7xMC Stereo). Das regt an zu vergleichender Hasenforschung, denn jedes Konzert ist wieder etwas anders. Eigen-artig, un-artig (und doch Art / Kunst), schamlos und voll bewusst wird da alles was brauchbar auf der schrägen Ebene herumliegt wiederverwertet in einer comixartigen Tonbild-Schau von hoher Qualität. Zum eigenen Spass ("Wir machen einfach das, wozu wir Lust haben") jonglieren ENDO ANACONDA und BALTS NILL mit ihrem Material, setzen es zu anderen Bildern zusammen, Publikumsschwingungen und eigene Stimmung färben sie um, sie können sich selbst übertreffen und selber überraschen, volldampf fährt die Leitlokomotive, spinnt neuen Faden. Wort- und Ton-Akrobatik, ab ohne Netz. "Wir machen uns über nichts lustig". Und wie!

II: READYMADE IN MEDIA
Erfrischend bissig, zum Heulen witzig und anders als die anderen / literarisch-musikalische Cartoons / Rockband ohne Band singt Heimatlieder ohne Heimat / der Hasen-Spielzeugrock wird erzeugt / Zimmermusik und Rockklamauk ohne langweilige Materialschlachten / handgepäckmässig / perkussive Abfall-Verwertung und ausdrucksstarker Gesang / Tierisches Erlebnis garantiert / Aber still ist dieser Has mitnichten / der wild drauflos Verse schmiedet, mit ungebrochener Lust am Fabulieren und Stabreimen, am sprachlichen Witz und an der Bilderflut der Seele / Auf der Bühne, wo das mimische und gestische Element hinzukommt, wo spontane Improvisation ausbricht, da töt und wirkt das ohnehin nochmla anders, lebendiger, verrückter; da wird manch eines der Lieder wild durcheinander gebracht, neu verknüpft / Die wohl intellektuellste, aber gleichzeitig humorvollste und spielerischste Schweizer Band des Moments

III: VOLKS- UND HEIMATKUNDE / AHNENTAFEL (analytical rabbitology)
Eigenständig und schöpferisch kurvt der STILLE HAS mit seinem Kabarollbrett zwischen Urknall und "The End" herum, ein eleganter Metaphern-Surfer in Wort und Weise. Mit ungewohnten Bildern vermag er Denkkrusten aufzubrechen, Wahrheiten neu treffend aufs Tapet zu bringen. Vielschichtig, doppelbödig, ein meerdimensionales Vergnügen für Mondmatrosen. Dem schwarzen Lachen (humour noir) auf den Schaumkronen wird zur Ehre verholfen. Da sind aber auch Verwandtschaften, ist eine besondere Art von untergründiger Tradition hör- und spürbar.
Laut den Erkenntnissen der stillen Hasenkunde zählen zu den seltenen Kleearten im Hasenfutter u. a.: Dada - Expressionismus - Wiener Gruppe (Artmann, Bayer & Co) - The Fugs (punkrockige Beat-Dichter der 60er) - Attersee (abgefahren singender Wiener Kunstmaler) - Finnegans Wake (nie wieder!) ... aber auch einheimische Sorten wie: Poëtenz (Urban Gwerder & Telllife-No-mads 1966-67) - DichteR Lesung (Anton Bruhin 1976-78) - Taxi (ZH Mundartrocker 1977) - Berner Rock: bäähhh!... dafür sind sie echte Mani Matter Erben. Musikalisch: Rock / Improvisation / Musik der Welt ("Raga" ist doch keine Automarke) / Tannzapfen / Vögel.

IV
5 Jahre sind sie schon unterwegs in stiller wilder Hasigkeit, der Songpoet ENDO ANACONDA und der mult-instrumentale Soundmaler BALTS NILL, ein wellenlängenmässiges Ideal-Duo, und noch immer funktionieren sie via Mundpropaganda, Maul-Trommel der verwandten Geister. Was könnte es in diesem Fall schöneres geben als diese intime Kleinraum-Direktheit, mit irgendwo zwischen 30-300 Leuten (Restaurants, autonome Kulturzentren, Kleintheater usw.). Der Stille Has weiss das genau, es gehört zum Konzept. "Gibt es doch für waschechte Hasen keine grössere Gefahr, als von den falschen Leuten entdeckt zu werden." Stand einmal im Konzertprogramm vom Chrämerhuus in Langenthal. Engagiert, provokativ, anspruchsvoll und bewusst wie die beiden (um die 40jährig) drauf sind, ist dies kaum mehr zu befürchten. Würden sie doch damit genau ihre Qualitäten vor die Säue werfen, und ihren eigenen Spass an der Sache schmälern.
Item, vorliegende CD "Landjäger" ist vielleicht - verglichen mit ihrer MC "Stiller Has" (1989) und der CD "Der Wolf ist los" (1991), beide im Vertrieb von Zytglogge Verlag Bern - ihr "volkstümlichster" Tonträger, eher etwas zurückgehalten im Ausdruck, dafür eine liederbuchmässig festgehaltene Studio-Version, eine der möglichen (mit Gast-Musikern), aus ihrem weitgefächerten Repertoire. Wenn es nach mir ginge, so sind mindestens 3 Hits drin enthalten, nämlich: "Intercity", "Garbage Lady" und "Gäge d Bärge"... Klar, ist die besondere Bühnen-Choreographie, der stämpfelnde Hasencharme und Federlwedel so nicht reproduzierbar; der intensive, of fast ekstatische Gesang wäre nicht studiogemäss ("tun als ob"). Hingegen das musikalisch / kompositorisch Inspirierte und die sprachlich / dichterisch starken Momente sind da, die geflügelten Worte aus dem Wörtersee. Bereits hat der Has Eingang gefunden in die private Insidersprache, langsam den einheimischen Slang unterwandernd...
(Das wäre eine Extra-Untersuchung wert: wie ein Abwart zum "Hene" wird, in entsprechend ulkigen Situationen "es Jöbli füre Hene" die Bezeichnung ist, oder "Geh weida Bua...", ich / er / sie "fliegt noch immer da oben herum", "...ja so vergeht die Zeit", "Gruusig, gruusig - no es Täller!" - und wie solche Sätze durch eingeweihtes Zitieren doppelbödig neue Bedeutung erhalten.) Und überhaupt. Elvira!
Also: kommt ein Haserl geflogen... stellt eure Löffel!
Balts, mir gfallts.
Endo gut, alles gut.

Aber i bin ja nur eine kleine Haseli...

Hitparade:
Mit diesem Album stossen Stiller Has erstmals in die Schweizer Album-Hitparade vor und belegen am 19. Februar eine Woche lang Platz 45. Bereits im November 1994 war die Platte in die Swiss Top Charts Top 20 eingestiegen, belegte dort im Dezember 1994 Platz 10, dann nacheinander die Plätze 5, 5, 4, 9, 5, 5, 9 und im August 1995 zum letzten Mal Platz 9. Mit dieser Platte schaffen Stiller Has den sogenannten "Durchbruch" - nicht ganz unschuldig daran der Popel-Song "Gruusig"... Vom "Soundcheck Rockbuch 94" wird die Platte gar zur "besten Schweizer CD 1994" erkoren.

CD Der Wolf ist los

3. Februar 1992
Zytglogge / Sound Service 4298-2

CD der wolf ist los
  • 01 Elvira (Anaconda / Nill)
  • 02 So vergeht die Zeit (Anaconda / Nill)
  • 03 Dr Wouf isch los (Anaconda / Nill)
  • 04 Armer böser Wolf (Anaconda / Nill)
  • 05 Erotisches Varieté (A. Lichtenstein / Nill)
  • 06 Ume Früehlig (Anaconda / Nill)
  • 07 I ha ke Zyt (Anaconda / Nill)
  • 08 Erstickt der Kanari (Anaconda / Nill)
  • 09 Geh weida Bua (Anaconda / Nill)
  • 10 Onkel Heini (K. Schwitters / A. Hug)
  • 11 Ich wünsch' Dir (Anaconda / Nill)

 

Aufnahme: Juli - August 1991 Hindelbank, Eurotopstudio - Stefan Moser
Grafik: Hans Stalder
Musiker: Endo Anaconda (Stimme), Balts Nill (Schlagzeug, Gitarre, Ukulele, Mundharmonika); Beni Bamert (Posaune), Andi Hug (Piano), Lukas Machata (Gitarre, Harmonium), Christian Rechsteiner (akustischer Bass, E-Bass)

Liner notes:
Flüchtige Lieder und fliegende Worte für langohrige Zeitgenossen


STILLER HAS ist seit Mai 1989 unterwegs auf seiner Bären-Löwen-Ochsentour entlang der schweizerischen Nationalstrasse. Endo Anaconda und Balts Nill sind eine Rockband ohne Band und singen Heimatlieder ohne Heimat. "Zwöi feissi Meitli" und "Vatter la mi la ga" sind seit der HAS-Kassette von 1990 Untergrundhits.
Jetzt kommt die erste CD des verschrobenen Duos heraus. Zusammen mit Studiogästen wurden elf Titel aufgenommen, neben eigenem Material auch zwei Gedichtvertonungen.

ENDO: "Ich vertrete ganz eindeutig mehrere Standpunkte. Wenn du das Schriftbild HAS umdrehst, heisst es SAH. Und wenn du ein S hinzufügst, heisst es HASS. Dabei ist ein Has doch sowas Stilles.
Hasen sind am Aussterben und gleichzeitig enorm fruchtbar. Im nächsten Moment können sie einen ganzen Kontinent kolonisieren."
BALTS: "Wir machen uns über nichts lustig. Ich liebe Schlager. Wir erzeugen eine ironische Atmosphäre, und da drin hat vieles Platz, Triviales neben Abgründigem. Wir machen eine Art musikalische Cartoons."
(Aus einem Gespräch mit Fredi Lerch)

Hitparade:
Keine Plazierung. Am 25. November 1999 kürte das Schweizer Magazin Facts die Produktion zum sechstbesten "Schweiz-Album der Neunziger Jahre". Wermutstropfen: Knut & Silvy auf Platz 1...

CD Chole

7. März 1998
Sound Service 70398-2

CD chole
  • 01 Chole (Anaconda / F. Gerber)
  • 02 Fisch (Anaconda / D. Gattiker)
  • 03 Rouch (Anaconda / Nill)
  • 04 Tequila Halleluja (Anaconda / F. Gerber)
  • 05 125 ccm (Anaconda / Nill)
  • 06 Wanderer (Anaconda / Nill)
  • 07 Furt (Anaconda / Nill)
  • 08 Mamma het gseit (Anaconda / F. Gerber / M. Gerber /  Nill)
  • 09 Wölf (Anaconda / Nill)
  • 10 Wäge dir (Anaconda / Nill)
  • 11 Hatz (Nill)

 

 

Produktion: Stiller Has
Aufnahme: 1. - 8. Dezember 1997 Bern, Backyard Studio - Adriano Tosetto. Live im Studio, keine Overdubs ausser bei A 02 und A 10
Abmischung: audio works - Adriano Tosetto
Mastering: Adriano Tosetto
Cover: Hans Stalder
Gestaltung: Franziska Schott & Marco Schibig
Fotos: Franziska Pfeffer, Patented Photos
Musiker: Endo Anaconda (Stimme A 01-10), David Gattiker (E-Gitarre A 01, 02, 07; Cello A 03, 05, 10; Tasten A 04, 08-09), Frank Gerber (12-String-Giatrre A 01-03, 07-10; E-Gitarre A 04-05), Mich Gerber (Kontrabass A 01-04, 06-10), Balts Nill (Fussdrums, Percussion, Saiten, Tasten)

"Unser Vorsatz war, alles gemeinsam einzuspielen. Inspiriert wurde ich dazu von Bob Dylans letzter Platte [TIME ON HAND (1997)], die etwas Ungehobeltes, aber sehr Kraftvolles ausstrahlt. Ausserdem habe ich festgestellt, dass ich nur mit der physischen Präsenz einer Band wirklich gut singen kann." (Music Scene Nr. 2, März 1998)

"Die Platte hat schampar Zug." [Luzern heute, 5. März 1998]

"Ein patriotisches Album." [Der Bund, 6. März 1998]

"Diese Platte ist Abschluss einer Trilogie, der Giele-Trilogie. Diese umfasst die drei CDs LANDJÄGER, MOUDI und eben CHOLE. Die Figuren ziehen sich durch diese Werke, sei es der Hasi, der Hene oder andere. Alle sind wieder dabei, d'Giele sind dabei, der Landjäger ist da, Hasi ist wegen seiner Abwesenheit stets präsent. Die Hauptrolle spielt indes Hene, der Abwart. [...] Es ist ein hartes Album, besonders textlich. Es ist ein Album zur Zeit. Das Märchenhafte ist weg. Es herrscht Klarheit. Man hat erkannt, wo man steht. Es ist gut, Illusionen zu verlieren, denn erst dann kann ein Selbstreinigungsprozess in Gang gesetzt werden." [Swiss Music Info Nr. 5, März 1998]

"Mit der ersten Kassette und dem Album DER WOLF IST LOS waren wir ziemlich abstrakt. Dann kam die Trilogie, die mit CHOLE endet; damit verabschieden sich die Hauptfiguren wie Hene. Wir wollten ihnen noch eine würdige Ebene geben, um zu verschwinden. Wer weiss, was das nächste Mal sein wird." [St.Galler Tagblatt, 9. März 1998]

Balts Nill
"Wir sind knallhart in der Kneipe gelandet; wären wir bei MOUDI weitergefahren, wäre es zu schön geworden." [St. Galler Tagblatt, 9. März 1998]

Liner notes:
Mümmeleien
von Urban Gwerder
Aus der untergründigen Sasse durchs Kulttunnel ans Licht gehoppelt, macht der Has bisweilen Männchen, verhofft, schnuppert, äugt. So ist er hör- und sichtbar zum stehenden Begriff geworden über die Jahre. Alte Hasen kennen alle Tricks des Entkomnnens. Und können sich deshalb treu bleiben, an ihrer Hasenwelt bauen, und weiterhin dem guten Gras nachweiden.

( chole) Wer kein Geld mehr hat, fühlt sich alt wie das Matterhorn, schwer wie Blei, wie ein Weihbischof im Mai. Doch gilt's jetzt knüppelhart: Tote wollen Sparbücher plündern, Schneekanonen spielen Golfkrieg, im Mittelland regiert der Geiz - sie haben keine Kohle mehr.

Das Nachtleben der Feldhasen ist geheimnisvoll und spannend. Doch steckt der Hase zentraleuropäisch in einer Krise: Herbizide und verplante Kulturlandschaft haben seinen Lebensraum und seine vielfältige Futterbasis kaputt gemacht. Zum Glück ist Stiller Has nicht anfällig für geistige Herbizide und Starallüren. Aber das mit der Kohle ist unser aller - die wir nicht mitkoppen - Problem und Thema. (fisch) Ich hänge am Telephon, doch bei dir ist dauernd besetzt. Ich trinke allein am Tisch, fühi' mich toter Fisch, böser Piranha - Servus, danke, tschüss, ihr tanzt auf den Scherben, ich bin fremd, kalt und gestorben wie Fisch - und weiss, ich hab' dich verloren...

(rouch) Also, wieder ab in die Knelle; dieselben Leute, Sprüche, Spiele - nichts ist los, ist mir doch egal seit du fort bist von mir, Hauptsache es qualmt, nichts ist umsonst, Hauptsache es raucht. Nur die Beinharten werden überleben. (tequila halleluja) Mir träumte ich traf Jesus in einer lausigen Bar. Er wollte über alles reden, rauchte mein letztes Gras und liess anschreiben bis alle sternhagelvoll waren. Der Himmel hat Kredit und ich Lokalverbot, denn niemand hätte das geglaubt, dass es ein falscher Jesus war.

"Do you feel the cheese?... The cheese is in me, the cheese is in you, cheese is in us - Praise the cheese!" So sonnenklar rabenschwarz kann Endo Anaconda auf der Bühne daherkommen, während ebenso Balts NiII erfolglos die Funkverbindung nach oben ausprobiert. Stiller Has sind ein phänomenaler Live-Act, der sich regelmässig häutet: immer wieder neuer Glanz und andere Farben. Mittlerweile kommt es vor, dass sie als Ersatz angeheuert werden an Gross-Festivals (so Gurten '97) - und dann überraschend die absoluten Abräumer sind. Unbeschadet mehrheitsfähig geworden, eine Hasenlänge voraus, und doch keine Rockmusiker zum anfassen. Wenn sie ins Studio gehen, entwickeln sie (am liebsten zusammen mit Gastmusikern) ihr volksnahes "studiolive" Liederbuch. Man kann Landjäger / Moudi / Chole durchaus als Trilogie sehen, als einen Geschichtenturm. (125 ccm) Er ist arbeitslos in der Provinz und findet keinen Schlaf, wirft sich auf sein Mofa, braust die Promenade entlang, und träumt er wäre der King... Gibt Gas, erwischt die Kurve nicht und ersäuft fast im See. Wieder nass und dreckig an Land fällt er natürlich den Bullen auf, weil: Bern hat zwar den Berner Rock - aber Thun hat den Blues!

(wanderer) Wie die Hühner im Morgengrauen stehen sie schon bereit, mit roten Strümpfen und Fotoapparat: die Wanderer! Sie singen juliduh, und wenn sie nicht mehr wandern mögen, dann halt per Subaru. Herrlich leuchten Matten und Bodenpreise! Die Einsamkeit beim Wandern stören stets die andern - rauf mit dem Sessel-Lift, runter mit der Lawine: die Wanderer! (furt) Hauswart Hene hat sich verdrückt, ist auf Nimmerwiedersehen verschwunden mitsamt dem Monatszins der ganzen Siedlung. Nie mehr Wochenendgrill mit all den Idioten... Zurück bleibt das schöne Bild von seiner blauen Hauswartskluft, aufgehängt am Fahnenmast beim Sandkasten, im Wind. Und Hene führt ein besseres Leben: zärtlich, frei, verträumt und wild - Go Hene go! Wenn wir könnten, gingen wir auch.

Die Genealogie der Has-Helden vervollständigt sich: Steff mit seiner 125-Kubik, der Sohn von Hene und Elvira, verunfallt und hat den Blues. Elvira ist auf Esoterik abgefahren ans "Unterwasser-Obertonsingen in Brüllisau" und dergleichen), hat Hene verlassen, der dann nach diversen Abstürzen ein neues Leben beginnt. Mit "mama" kommt das Gegenstück zu "vater la mi" (ein sackstarker Song, bisher nur auf der MC "Stiller Has" 1989, und letztes Jahr anlässlich eines has-core/hardcore Doppelkonzertes von "Verwaint" gecovert). "wäge dir" ist ein Prunkstück von Liebeslied in der Rockgeschichte, indem es die Rollen kopfstellt. Wölfe und Mondmatrosen sind die Ghost-Rider, eben die einsamen Wölfe in Anacondns Bilderwelt seit es Stiller Has gibt. (mama) Mutter hat gesagt, ich sei dem Teufel vom Karren gefallen, sie hätte sich besser grad ertränkt, statt einem Satansbraten wie mir das Leben zu schenken. Mama sagt: du bist die allergrösste Sorge auf meine alten Tage - drum geh, geh mit Gott, aber geh schnell! Ich würd's nicht ertragen, wenn dich die Polente schon wieder kassiert, hat die Mama gesagt.

( wölf) Mondmatrosen können nirgends bleiben, sind getrieben von Erinnerungen. Sie sind lang nicht mehr daheim gewesen, sie reiten zu den Sternen, fern von Bern, zur Sonne und zum Mond. Doch weisse Pferde tragen sie über schwarze Brücken: wie zahnlose Wölfe heulen sie den Mond an, und der kalte Biswind bringt süsse Grüsse von früher... (wäge dir) Er wollte sich umbringen, hunderttausend rote Rosen, hunderttausend leere Flaschen, eine Schlangenledertasche - alles deinetwegen. Jetzt ist er wieder ein Gangster mit leerem Herz und leerem Bett. Ohne deine Liebe sieht er alt aus, Babette! Er hat sich kahlgeschoren und am Arsch tätowieren lassen, hat gelitten - wegen dir. Du bist trotz allem nicht bei ihm geblieben - wegen mir, wegen mir!

Oh ja, und Stiller Has markieren über den Zaun - in Deutschland, Österreich, gar in Bogotá (im Schweizer Club) - weil sie auch musikalisch so unorthodox innovativ und spannend sind. Kein mainstreamiger Berner Amtsrock. Die Wasserglas- und Blumenstrauss zelebrierte Lyrik haben sie aus dem blutleeren Raum errettet und mit ihrer vollbluesigen Kammerrockmusik-Perfornnance der Mund-Art neues Leben eingehaucht. Sie machen satten Dichterrock.
Scheints verfügen Hasen über vollständige Panoramasicht, den totalen Überblick. Und grosse Fruchtbarkeit.

P. S. Ein Stück Computerlyrik aus den 80iger Jahren geht so: "Die Quelle hinter dem Hasen ist bündig."Während heute von der 8-Post verlautet: Globi geht - Hasi bleibt.

Hitparade:
Bereits in den ersten zehn Tagen nach Erscheinen wurden von der Platte 10'000 Stück abgesetzt. Am 22. März 1998 stieg das Album auf Platz 12 in die Schweizer Hitparade ein und konnte sich 11 Wochen in den Top 50 halten.
In den Swiss Top 20 Charts des SMMV plazierte sich das Album im April 1998 gleich auf Platz 1 und hatte in den folgenden Monaten bis September folgende Positionen inne: 2 - 3 - 5 - 13 - 11. Im November 1998 konnte sich die Platte dann noch einmal auf Position 19 plazieren.
Endo Anaconda
"Das ist unser Studio-Live-Album." (Hangar 21 Nr. 31, März 1998)

Beteiligungen

2006 Verschiedene: ES DACH ÜBEREM CHOPF
(Musikvertrieb AG; MUVE 904482)
Neue Interpretationen von Liedern und Melodien
aus Schweizer Filmen von 1940 – 1972.
Beteiligt: Endo Anaconda im 8. Stück: "Der Teufel hat gut lachen"

2005 Samir Essahbi & Rai-X Band: NE PLUS DE CROIRE
(Sound Service 280505-2)
Beteiligt : Endo Anaconda im 3. Stück : "Sidi Abdel Assar"

2002 Little Big Men CD XL
(Sound Service 30602-2 / EMI)
Beteiligt: Endo Anaconda

1999 Verschiedene Interpreten
CD HINTER DEINER SCHULTER GEHT DIE WELT UNTER
(TÖNE ZU TEXTEN VON T. C. BOYLE)
(Kein und Aber Records / Musikvertrieb KA 025)
Beteiligt: Endo Anaconda & Balts Nill

1997 Polo Hofer und die SchmetterBand CD ÜBER ALLI BÄRGE
(Schnoutz Records / Sound Service SCD 22)
Beteiligt: Endo Anaconda

1997 Sarbach CD FIIN
(Sound Service 270897-2)
Beteiligt: Balts Nill

1996 Sarbach CD SCHÖN...
Beteiligt: Balts Nill

1985 LP ANDREAS FLÜCKIGER & DIE ALPINISTEN
(Fata Morgana FM 85032)
Beteiligt: Endo Anaconda & Balts Nill

1984 Hunger & Trunk MC DIE PHANTASTISCHE REISE
VON PROFESSOR DOKTOR CAROLUS OROPAX

Beteiligt: Endo Anaconda & Balts Nill

Sampler

2007 CD POLO HOFER TRIBUTE
(Soundservice)
Tschäggeti Chüeh

2004 CD s'bescht MUNDART Album wo's git, Vol. 2
(EMI)
Znüni näh (Endo Anaconda/Balts Nill)

2003 CD s'bescht MUNDART Album wo's git, Vol 1
(EMI)
Moudi (Endo Anaconda/Balts Nill)

2001 CD GASWERK! (KEEP ON ROCKIN')
(Disctrade)
Zahnstellig (Endo Anaconda / Balts Nill)

2001 CD VILLA WAHNSINN VOL. 11
(K-TEL 330245-2)
Wilde Has (Endo Anaconda/Jerry Lee Lewis)

1999 CD SWISS KULT HITS VOL. 1 (1970-1996)
(CSR Records CSR 91802)
Moudi (Endo Anaconda / Balts Nill)

1997 CD NÄCHT WIE HIE... (SONGS FÜR NACHTSCHWÄRMER)
( Sound Service 211197-7)
Ängle (Endo Anaconda / Frank Gerber / Mich Gerber / Balts Nill)

1997 CD BÄRNISCH (FÜR BERN)
(Cosmos Verlag)
Ängle (Endo Anaconda / Frank Gerber / Mich Gerber / Balts Nill)

1997 CD FREI UND WILD (GEGEN GEWALT AN FRAUEN)
(Hear We Go / COD-Tuxedo 38238/00)
Mannli (Endo Anaconda / Balts Nill)

1996 CD OHREWÜRM 2 (17 NEUE KINDERLIEDER)
(Tudor Recording 8128)
Ohr verlore (Endo Anaconda / Balts Nill)

1996 CD 15 JAHRE SALZBURGER STIER
(ORF 579):
O Herr (Endo Anaconda / Balts Nill)

1996 CD AARE WAVE THE EIGHTIES BEST
(Sound Service 120596-2):
Zwöi feissi Meitli (Endo Anaconda / Balts Nill)

1995 2CD BEST OF ZYT 30
(Zytglogge ZYT 4535):
Elvira (Endo Anaconda / Balts Nill)

1994 MC DRS 3 SOUNDS SUMMER SESSIONS '94 (DRS):
Vater la mi (Endo Anaconda / Balts Nill)
Summer (Endo Anaconda / Balts Nill)

 

© Stiller Has 2017  | Impressum